Nolwenn Leroy – ein Name, der so elbisch klingt, als wäre er einem von Tolkiens Romanen entliehen. Doch der Name der Französin hat einen ganz irdischen Ursprung, nämlich in der Bretagne. Ohne jemals volkstümelnd zu sein, bekennt sich der französische Popstar mit einer Album
gewordenen Liebeserklärung an seine Heimat im Norden Frankreichs: ‘Bretonne’.
So fantastisch wie der Klang ihres Namens sind auch die zerklüfteten Landschaften, die Nolwenn mit ihrer klaren Stimme vor dem inneren Auge herbeizaubert, begleitet von Harfe, Dudelsack, Violine, Gitarre und Flöte.
Ungestüm und ursprünglich, wie der Wind auf die bretonische Küste trifft, wirken die alten Waisen, die Nolwenn Leroy in den alten Sprachen Bretonisch und Gälisch neu interpretiert. Dabei gelingt der Französin, die als Gewinnerin der Castingshow ‘Star Academy’ in ihrer Heimat durchaus einen Bekanntheitsgrad hat, eine gelungene Mischung aus Tradition und Moderne, Pop
und klassischer Folklore.
Das klingt so ganz anders als alles, was man zuvor vom Popstar Nolwenn Leroy – mit Betonung auf Pop – hörte.
Das mag die Fans in Frankreich irritieren und deutsche Hörer könnten bei Titeln wie ‘Bro Gozh Va Zadoù’ oder ‘Mna Na H-Eireann’ über den befremdlich krächzenden Klang der beiden fremdartigen Sprachen stolpern. Doch mit ‘Bretonne’ zeigt Nolwenn Leroy, dass Folklore nicht nur etwas für ältere Gäste in einer kleinen, abgedunkelten Hafenkneipe oder als Begleitmusik für angestaubte Trachtenfeste ist. So bringt man altes Liedgut jungem Publikum
näher.
















